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Begrüssung

Der Staat nichts anderes als eine grosse Oper? Mit einer winzig kleinen Gruppe von Opernstars und Regisseuren,

  • die schon vor mehr als 2000 Jahren die Oper von der göttlich gewollten Richtigkeit ihrer Macht aufgeführt haben,
  • die dann vor 400 Jahren eine Neuinszenierung mit einer Oper über die Verkörperung des Volks durch den Staat aufnahmen, 
  • vor 300 Jahren die Oper der absolut und vernünftigerweise richtigen Staatsmacht,
  • vor 200 Jahren die Oper davon, dass sich ihre Macht auf einen feierlichen Vertrag Aller stütze,
  • und nun seit gut 100 Jahren am Bundesplatz in Bern und in anderen Opernhäuser verschiedener Hauptstädte der Welt die Oper eines demokratischen Rechtsstaats, in dem die Menschen nicht von anderen Menschen, sondern von selbst erlassenen Gesetzen regiert werden;

und all diese Inszenierungen mit so eingängigen Melodien, elegant überspielten Texten, pompösen Auftritten und vor derart herrlichen Kulissen, dass wir, die vielen Staatisten, das alles für die Wirklichkeit halten. Wir könnten ja auch einfach aufhören, mitzuspielen.